Chronologie
Die Ereignisse des Wiener Würgers in chronologischer und kommentierter Reihenfolge (die Links führen zu den jeweiligen Originaldokumenten)
In Schmetterling #2 (22.5.2020) erscheint eine kurze Notiz, dass der erste Wiener Männer Kochverein einen neuen Film plant: den Wiener Würger.
Am 7.11.2020 stellt Kurt Kirchbichler die erste Folge seiner Kochshow (Kochen mit Kirchbichler) online. (zum Video)
Der Schmetterling (#3, 22.11.2020) berichtet über eine Razzia in der Wiener Unterwelt (Wirbel in der Unterwelt). Hubert K.s (Zuckergoscherl) Lokale müssen schließen und Zuckergoscherl verschwindet, taucht ab. Der Schmetterling berichtet über Hintergründe, den Aufstieg K.s, Verbindungen in die Polizei und Veränderungen im Wiener Markt (eine neue Konkurrenz).
Der Schmetterling (#3, 22.11.2020) veröffentlicht ebenso eine kurze Besprechung von Kochen mit Kirchbichler und verbindet die Kochshow und ihre Figuren mit dem Film Wiener Würger.
Auch die anderen Zeitungen (Schilling-Zeitung, Abweichung, Spreizer) berichten über die Ereignisse (die Razzia) in der Unterwelt. In den Ausgaben vom 30.11.2020 erscheinen die ersten Meldungen. Der Spreizer verbindet die Razzia mit dem neuen Wind, den der neue BKA-Chef in die Polizei brachte. Die Abweichung berichtet über die unmenschlichen Bedingungen unter denen hauptsächlich Frauen in den Nachtlokalen zu schuften haben (durch die Razzia konnte diese Praktik in K.s Lokalen beendet werden). Diesen Polizeierfolg setzt der Artikel in den Kontext der Flucht K.s und der mangelhaften Beweislage, die nicht zu einer Anklage reiche, womit der Erfolg relativiert wird. Die Schilling-Zeitung streicht das Versagen des Innenministeriums heraus, das sich in dem Entkommen K.s und im langjährigen Wegschauen der Polizei ausdrückt. Die Schilling-Zeitung berichtet in der selben Ausgabe (30.11.2020) in einem hetzerischen Artikel auch von einem Mord (Toter auf der Straße gefunden). Der Mord wird nicht mit der Unterweltauseinandersetzung in Verbindung gebracht (diese Verbindung soll erst später offensichtlich werden): Die Verbindung stellt das Versagen der Polizei dar. Sonst berichtet die Schilling-Zeitung über die Dating-App App-L'amour, über einen Straßenbahnunfall in Meidling und in einem eigenartigen Artikel über das Wiener Fußball-Derby.
Am 10.12.2020 geht die zweite Folge von Kochen mit Kirchbichler online (Zauberei mit Kurt Kirchbichler). Am 13.12.2020 veröffentlicht der Schmetterling prompt eine online Besprechung der Folge.
Die nächste Folge (#3) erscheint bereits 10 Tage später am 20.12.2020 online (diesmal mit Peppi Blech in der Hauptrolle). Peppi bereitet sein 100-Zehen-Curry.
Am 26.12.2020 stellt Kirchbichler die Weihnachtsfolge (#4) seiner Kochshow online, in der aber gar nicht gekocht wird, sondern gefeiert wird. Zuckergoscherl sitzt wieder am Tisch, er konnte nach Wien zurückkehren, was Anlass genug sein sollte für ein Fest.
Das Zusammenkommen der drei Freunde (Kirchbichler, Peppi, Zuckergoscherl) und das Ende des Kochens nimmt der Schmettering in seiner Besprechung der Folgen drei und vier auf (28.12.2020). Der Artikel macht eine Verlagerung hin zur Entwicklung der Vorgeschichte des Films Wiener Würger aus.
Am 9.1.2021 geht es in den Wiener Zeitungen seriöser zu. Die Aufklärung des Mordes im Millieu des organisierten Verbrechens von Ende November wird bekannt, genauso wie die von der Polizei für das Verbrechen beschuldigten Täter verhaftet werden konnten. Der Spreizer bringt eine kurze Meldung (Festnahmen in Unterweltauseinandersetzung). Die Schilling-Zeitung geht auf die zentrale Rolle von Kommissar Kirchbichler in den Ermittlungen und bei der Verhaftung ein. Die Abweichung ordnet die Verhaftung in den größeren Kontext ein, verbindet sie mit der Razzia bei K. und Konflikten innerhalb der Polizei. In einem Kommentar wird auf diese Konflikte genauer eingegangen und verschiedene Positionen zur Reform der Polizei diskutiert, die auf jeden Fall als notwendig bezeichnet wird. (Auf der letzten Seite bringt die Abweichung ein Kreuzworträtsel und drei anonyme literarische Texte, eine kurze Erzählung und zwei Gedichte. In der sechsten Folge von Kochen mit Kirchbichler interessiert die drei Freunde die letzte Seite zumindest genauso, wie die aktuellen Nachrichten.)
Eine Art Rückkehr zum Kochen ist der Artikel Das neue Kochfieber, das Restaurant zuhause, der ebenso in der Abweichung vom 9.1.2021 erschien. In gewisser Hinsicht reagiert auch er auf Kirchbichlers Kochshow, bezieht sie auf einen allgemeinen Trend.
In einem speziellen Buch, das im Extrablatt-Verlag erschien (Fuchs ans an Fuchs zwo), wird sich mit der Hauptnachricht des 9.1.2021 auseinandergesetzt: Die Verhaftung der beiden Mordverdächtigen wird auf eine spezielle Art dargestellt, bis in den letzten Frame aufgezeichnet und ausgesprochen. Eine Besprechung des Buches erschien am 24.5.2021 im Schmettering #4.
Am 22.2.2021 erscheint die erste Nummer des Filmmagazins Le Cinéma Autriche de l‘est.
Das Filmmagazin versammelt alle bisher zum Wiener Würger erschienene Texte und veranschaulicht die in den Artikeln beschriebenen Ereignisse mit Bildern. Über die Umsetzung erschien in Schmettering #4 (24.5.2021) eine Rezension, genauso wie am 22.2.2021 zwischen den Schmettering-Ausgaben (Substitut für den 22.).
Am 11.3.2021 ging Kurt Kirchbichler mit der fünften Folge seiner Kochshow online. Mit der Veröffentlichung ließ sich Kirchbichler aber bisschen Zeit (er wird wohl beruflich viel zutun gehabt haben), denn die Folge behandelt Ereignisse, die früher passierten -- knapp nach dem 9.1.2021. In der fünften Folge bereitet sich Kirchbichler auf ein Fest vor, indem er
Spieße dreierlei international zubereitet. Das Fest wird in der nächsten Folge (#6,
22.4.2021) gezeigt und zu Gast sind seine beiden Freunde Peppi und Zuckergoscherl. Als Anlass des Fests stellt sich heraus, dass Kirchbichler den lobenden Artikel aus der Schilling-Zeitung (9.1.2021) feiern mag; und das passiert auch ausführlich und mit relativ wenig Streit und Hader, dafür viel Ablenkung vom Thema (sprechen wir bitte über etwas anderes).
Am 21.3.2021 erscheint im Schmettering die Besprechung der fünften Folge und am 28.4.2021 die Besprechung der sechsten Folge. Das Eingehen auf die sechste Folge ist reichlich eigenartig, denn sie ist als fiktives Gespräch mit Kirchbichler und einem hohen Polizeibeamten verfasst, dadurch werden die Gründe des Festes -- und so die Lage in der Polizei -- erschlossen.
Am 6.5.2021 geht es mit den Eigenartigkeiten gleich weiter, denn in der siebenten Folge von Kochen mit Kirchbichler braten die drei Freunde nicht nur Hühnerherzen am Spieß am Grill (mit Grillmeister Peppi), sondern zum Abschluss (quasi als Dessert) verhaftet aus heiterem Himmel der zum Polizisten gewordene Kirchbichler den zum Kriminellen gewordenen Zuckergoscherl.
Diese Verhaftung wird natürlich prompt in allen Zeitungen der Stadt besprochen und berichtet. Am 8.5.2021 erscheinen die Artikel. Der Spreizer wittert einen Knall in der Wiener Unterweltauseinandersetzung und deutet die Verhaftung als Wiederherstellung der Balance in der Unterwelt. Die Abweichung ergänzt, dass die beiden Mordverdächtigen, die im Jänner verhaftet wurden, abgeschoben wurden. Die beiden Ereignisse werden als verbunden gesehen - als Teil der Ausbalancierung. Die Schilling-Zeitung hebt die Rolle von Kirchbichler hervor und macht ihn ebenso für die Abschiebungen verantwortlich, beides wird als Dienst an den österreichischen Staatsbürgern und Steuerzahlern gesehen.
Der 13.5.2021 brachte die achte Folge von Kochen mit Kirchbichler. Mit einem Freund in Haft ist nicht gut kochen, so chattet Kirchbichler mit einem Richter und übergibt anschließend eine Sporttasche. Was diese Übergabe bloß für eine Folge haben kann.
Die Besprechung im Schmettering löst diese Frage auf. Am 15.5.2021 werden die siebente und die achte Folge gemeinsam besprochen und so zusammengehörendes zusammengefügt. Kirchbichler verhaftete Zuckergoscherl offensichtlich nur deshalb, um ihn freikaufen zu können.
Die vierte Nummer des Schmetterings (24.5.2021) hält an dem Thema fest und es wird auf die eigenartige Rolle von Kirchbichlers Kochshow im Verhältnis zu Polizeiarbeit und Unterwelt eingegangen. In einem zweiten Artikel, einer Recherche, werden die aktuellen Ereignisse entwickelt und versucht die Hintergründe zwischen Kirchbichler und dem Richter zu erschließen. Dies gipfelt in der Wiedergabe des Chats zwischen den beiden.
Auf den hinteren Seiten der vierten Nummer des Schmetterings geht es harmloser zu. Einerseits wird eine Annonce geschaltet, in der Schauspieler und Schauplätze für den Wiener Würger gesucht werden, andererseits findet sich eine Sammlung der Rezepte, die Kirchbichler in seiner Kochshow zubereitete. Diese Rezepte erschienen später und getrennt noch einmal, in dem Kochmagazin des Extrablatt-Verlages mit dem Namen zu-tat.
Nach sieben Monatiger Pause erscheint die neunte Folge von Kochen mit Kirchbichler (11.12.2021); anscheinend verlief das Freikaufen doch nicht so reibungslos wie erwartet: Zuckergoscherl verbrachte vielleicht sieben Monate in Haft. Zur Besänftigung und Versöhnung mit Zuckergoscherl veranstalten Kirchbichler und Peppi ein Essen und dieses wird mit der Kamera begleitet. Im daraus entstandenen Video wird die Zubereitung eines Straußenei-Omelettes gezeigt. Am 16.12.2021 erschien im Schmettering die Besprechung der neunten Folge, unter dem Motto: Lachen, dumme Sprüche, Bier, Weisheiten.
Die Freilassung Zuckergoscherls blieb vor den Medien nicht verborgen. Sowohl die Schilling Zeitung (19.12.2021), die Abweichung (20.12.2021) als auch der Spreizer (21.12.2021) berichteten. Alle Zeitungen suchen nach Gründen für die milde Haftstrafe und finden sie in Zuckergoscherls Netzwerken, die über die Justiz bis in die Politik reichen sollen.
Am 22.12.2021 veröffentlicht der Extablatt-Verlag die zweite Nummer des Filmmagazins Le Cinéma Autriche de l‘est (Link zum Download), das sich wieder zusammenfassend den Ereignissen in und um das Würger-Universum widmet. Das Magazin ist wieder als Illustrierte gestaltet. Am 6.2.2022 erscheint schließlich eine Besprechung des Magazins auf Schmettering-online.
Es vergeht eine Zeit... Kommissar Kirchbichler werden andere Fälle übertragen, über die er auch berichtet. Im August 2025 erscheint beim Extrabaltt-Verlag der Fall Oberwölz. In diesem löst Kurt K. in Protokollen und im Titel gebenden Ort (Oberwölz, Steiermark) ein Verbrechen, gemeinsam mit der zweifelhaften und rätselhaften Gestalt 'Loser Ziegel'. Als Schreibmaschinen-Text kann der Text hier abgerufen werden. Auf Schmettering-online erschienen zwei mit dem Fall verbundene Texte: zur Schreibmaschinen-Literatur allgemein (22.8.2025) und eine speziellere Besprechung (22.9.2025).
Im April 2026 präsentiert Kirchbichler als Kurzfilm seinen Fall Ausgerockt. In diesem tritt nicht nur Kirchbichler auf, sondern auch die beiden anderen aus dem Würger bekannten Gestalten: Peppi Blech und Zuckergoscherl. So wie Kirchbichler uns die Ereignisse dieses Verbrechens und seine Ermittlungsschritte erzählt, so erzählt er sie bei Bier und Mexikaner auch seinen beiden Freunden. In diesen beiden Ebenen kann der sehr unterhaltsame und gute Film auf Youtube angesehen werden.
Der Kochverein organisierte am 7.4.2026 eine Abendveranstaltung im Wiener Spektakel, bei der er gemeinsam mit Peppi Blech (Knoblauch einlegend am Schneidbrett) und Kurt Kirchbichler (singend und erzählend am Mikrophon) sowohl den Fall Oberwölz vorstellte, als auch der Film Ausgerockt Premiere feierte. Ein Mitschnitt des ersten Teils des Abends (mit Lesung und Konzert und gleichzeitig Kochen) findet sich auf Youtube. Ein Bericht über den Abend kann auf Schmettering-online (11.4.2026) gelesen werden.
Le Cinéma Autriche de l'est (No. 2 -- Dez. [Aug.] 2021)
Zusammenfassung (2), was bis August 2021 über den Wiener Würger erschien. Zusätzlich Rezensionen zu zwei möglichen Filmen. Und im Raster illustriert.
Besprechung des Magazins auf Schmettering-online (6.2.2022)
Le Cinéma Autriche de l'est (No. 1 -- Jän. 2021)
Zusammenfassung (1), was bis Jänner 2021 über den Wiener Würger erschien.
Rezension zu 'Le Cinéma Autriche de l'est'
Medienrundschau
Im anderen Wien des Würgers erscheinen drei Tageszeitungen, die vieles berichten. Hier werden zusammengesammelt noch einmal die Artikel angegeben, die mit dem Fall des Wiener Würgers in Zusammenhang stehen. Entweder, weil sie die Ereignisse (die Morde, Vorfälle und Ermittlungen) behandeln, oder weil Kirchbichler und Co. diese Artikel und Zeitungen lesen.
Bei den drei Tageszeitungen handelt es sich um:
Die Schilling-Zeitung
Die Abweichung
Der Spreizer
Die Artikel in chronologischer Reihenfolge
Nach sieben Monaten frei, Unterweltboss schon wieder in Freiheit (Der Spreizer, 21.12.2021)
Klarheit über Herbert K., Unterweltgröße nach sieben Monaten Haft freigelassen (Die Abweichung, 20.12.2021)
Geheime Amnestie-Liste, Schwerverbrecher freigelassen (Die Schilling Zeitung, 19.12.2021)
Kirchbichler schlägt wieder zu Unterweltboss Herbert K. verhaftet (Die Schilling Zeitung, 8.5.2021)
Erneute Verhaftung in Unterweltauseinandersetzung, Der Unterweltboss Herbert K. in Haft, Mordverdächtige abgeschoben (Die Abweichung, 8.5.2021)
Knall in Wiener Unterweltauseinandersetzung, Herbert K. verhaftet (Der Spreizer, 8.5.2021)
Die literarische Seite (Die Abweichung, 9.1.2021)
Kreuzworträtsel (Die Abweichung, 9.1.2021)
Das neue Kochfieber, das Restaurant zuhause (Die Abweichung, 9.1.2021)
Kommentar zur Polizeireform (Die Abweichung, 9.1.2021)
Mordserie in Wien geklärt (Die Abweichung, 9.1.2021)
Brutale Mordserie aufgeklärt (Die Schilling Zeitung, 9.1.2021)
Festnahmen in Unterweltauseinandersetzung (Der Spreizer, 9.1.2021)
Das Wiener Derby, ein historisches Medley (Die Schilling Zeitung, 30.11.2020)
Straßenbahnunfall in Meidling (Die Schilling Zeitung, 30.11.2020)
Die neue Wiener Dating-Plattform App-L‘amour (Die Schilling Zeitung, 30.11.2020)
Toter auf Straße gefunden. Polizei ohne Ermittlungsansatz (Die Schilling Zeitung, 30.11.2020)
Razzia ohne Ergebnis in der Wiener Unterwelt (Die Schilling Zeitung, 30.11.2020)
Schlag gegen das organisierte Verbrechen (Die Abweichung, 30.11.2020)
Razzia in der Unterwelt (Der Spreizer, 30.11.2020)